Entscheidungshilfe Yogalehrer

Auf der Suche im WWW nach einer Entscheidungshilfe für eine Yogalehrer Ausbildung, habe ich diesen Artikel gefunden. Was mir wichtig erscheint, ist in Blau.

Über den Autor Rebecca Randak

Rebecca ist Mitgründerin von Fuck Lucky Go Happy, schreibt über ihr Leben gerne über Dinge, die sie beschäftigen und arbeitet als Yogalehrerin und freie Journalistin in Berlin.

1. Der richtige Zeitpunkt

Da ein Teacher Training viel Geld und Energie kostet, solltest du dich vorher fragen,  ob du nicht nur körperlich, sondern auch psychisch fit für die intensive Yoga-Praxis bist. Du solltest bedenken, dass nicht nur du an deine Grenzen geraten wirst, sondern auch die anderen Teilnehmer. Nicht in jeder Lebenssituation hat man die Power, sich mit seinen eigenen Gefühlen und denen der anderen zu auseinanderzusetzen. Wann der richtige Moment gekommen ist, kannst nur du selbst entscheiden.

2. Yoga ist mehr als Asana:

Bei der Wahl der Ausbildung solltest du außerdem abklopfen, welche Inhalte dir wichtig sind und diese mit den Ausbildungsinhalten abgleichen. Liegt der Fokus auf Unterrichtsdidaktik und Asana-Praxis? Ist es dir wichtig, ein solides Grundverständnis über die Ursprünge des Yoga und die Philosophie dahinter zu bekommen? Oder bist du vor allem an den Assists interessiert? Oder möchtest du alles zusammen? Manche Ausbildungen sind sehr breit angelegt, andere haben ganz konkrete Schwerpunkte.

3. Finde deinen Yoga-Stil:

Vinyasa Flow, Kundalini, Ashtanga, Jivamukti, Bikram, Anusara oder Iyengar Yoga – wenn es um Yogastile geht, haben wir die Qual der Wahl.

Mein Tipp: Besuche viele verschiedene Klassen und probiere dich aus. Geht es dir gut, wenn du dich wie wild durch die Vinyasas schwingst oder mag dein System lieber durch eine ruhige, meditative Praxis ins Lot gebracht werden? Wenn es in deiner Nähe keine Studios gibt, unternimm Kurztrips zu Wochenend-Workshops oder mach dir ein Online Yoga Abo, zum Bespiel bei yogaglo oderyogaeasy. Danach überlege dir, welchen dieser Stile du selbst gerne unterrichten möchtest und bedenke diese Vorliebe bei der Wahl der Ausbildung.
Meine Yoga Richtung muss ich noch finden.

4. Zu Hause oder in Übersee?

Klingt banal, ist aber ein wichtiger Faktor. Hast du Lust auf einen hippiemäßigen Selbstfindungstrip durch Indien, ist ein Abstecher nach L.A. dein Ding oder turnst du lieber in heimischen Gefilden? Bei der Frage nach dem Ort solltest du erstens an die Unterrichtssprache denken und zweitens, ob ein äußerlicher Trip zusätzlich zu der inneren Reise für dich angebracht ist. Es kann sehr beruhigend sein, zu wissen, dass man jederzeit nach Hause fahren könnte. Der wichtigste Punkt ever.

5. Berufsbegleitend oder Intensiv?

Yogalehrer werden kann man je nach Ausbildung in vier Wochen oder in vier Jahren. Für den Start halte ich eine Ausbildung mit 200 bis 300 Stundenumfang für sinnvoll. In dieser Zeit können die Basics gut abgedeckt werden, Schüler bleibt man ohnehin sein Leben lang. Ob du diese Zeit am Stück nimmst oder über einige Monate verteilt, ist eine Frage des Geschmacks und auch der Möglichkeiten. Nicht jeder hat Lust seinen Jahresurlaub für ein Teacher Training zu opfern. Bei einer berufsbegleitenden Ausbildung kann sich das Gelernte zwischendurch setzen. Bei einem Intensiv-Training bleiben Einflüsse aus dem Alltag außen vor und man kann noch tiefer in die eigene Praxis einsteigen. Your choice!

6. Denke ans Geld.

Wie unyogisch! Aber hey, so eine Yogalehrer Ausbildung ist ganz schön teuer. Auch in der Yogawelt geht es um Geld. Bei Ausbildungen gilt: Teuer ist nicht gleich gute Qualität. Schau dir genau an, welche Leistungen in dem angebotenen Ausbildungspaket inbegriffen sind und wofür Extrakosten fällig werden. So hast du eine gute Grundlage zu entscheiden, wo du dein Geld investieren möchtest.

7. Finde einen Lehrer.

Das klingt erst einmal groß, oder? Diesen Punkt halte ich aber für enorm wichtig. Die Schüler-Lehrer-Beziehung ist ein sehr besonderes Verhältnis und nicht jeder kann mit jedem. Damit du dich wirklich weiterentwickeln kannst, ist es essentiell einen Lehrer zu finden, den du annehmen kannst, dem du zu 100 Prozent vertraust. Also: Schau dir an, mit wem du es zu tun hast. Besuche Workshops bei potentiellen Ausbildern, nimm Yogaklassen bei ihnen und lerne sie kennen. Du wirst schnell spüren, ob du diese Erfahrung ausbauen möchtest oder lieber nicht.

8. Lass dich nicht beirren.

Wenn du dich erst einmal für eine Ausbildung entschieden hast, bleib dabei. Versuche, dich mit Menschen auszutauschen, die dich unterstützen, denn es wird genug Zweifler in deinem Umfeld geben. Sprüche wie: Echt, bei dem machst du die Ausbildung? Oder: Das ist doch viel zu viel Geld!werden dir immer wieder begegnen. Mach dir keinen Kopf, es geht schließlich rum DEINEN Weg, nicht um die Vorstellungen der anderen.

9. Üben, üben, üben: 

Vielleicht hast du schon mal von Pattabhi Jois Leitspruch gehört: „Practice and all is coming!“ Also, nix wie los und ab auf die Matte, dann kommen die Erkenntnisse von ganz allein.

10. Vergiss alle meine Punkte:

Ganz ehrlich: Man kann es mit dem Nachdenken auch übertreiben. Ich kenne Menschen, die sich ganz spontan für eine Ausbildung bei ihrer ersten und einzigen Lehrerin entscheiden und damit super fahren. Warum nicht? Wer mit wachem Geist und offenem Herzen durch die Welt geht, landet am Ende doch ohnehin dort, wo er hingehört.

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